Ein Gutes (?) Neues Jahr!

Veröffentlicht am 12.01.2016 in Veranstaltungen

Ob 2016 ein gutes Jahr wird? Gemütlich die Jahresplanung zu besprechen war nicht: wir diskutierten zu den Ereignissen in der Sylvesternacht in Köln. Inzwischen finden sich in Presse und sozialen Medien hinreichend viele Kommentare und Analysen. Wir geben hier eine Stimme wieder, die uns gefallen hat und bitten Euch auch die Asf-Bundes und Landesseiten anzuschauen.

 

Luisa Boos schreibt auf Facebook am 6.1.:

"Let's face it: Es gibt für Frauen per se keine angstfreien Schutzräume weder im öffentlichen, noch im privaten Bereich. Frauen können und werden überall Opfer von sexueller Gewalt. Jeden Tag. Und ja, es regt mich ein bisschen auf, dass nun auf einmal jede*r darüber reden will, wenn vermutlich "Ausländer" sexuell übergriffig geworden sind, aber an jedem anderen Tag der "Genderwahn" ausgerufen wird. Gewalt gegen Frauen ist nie tolerierbar! Aber nun ist es so und ich verstehe die Diskussion der letzten Tage jetzt offensiv als "konstruktive" Gesprächseröffnung. Wohl wissend darum, dass erstens ein öffentlicher Diskurs die Frauen in der Silvesternacht nicht mehr schützen kann, aber vielleicht viele andere und dass zweitens Aufklärung nur von der Polizei und Verurteilung nur von der Justiz erfolgen kann. Also, was können wir alle tun, damit Frauen nicht mehr von widerlichen Arschlöchern belästigt und sexuell missbraucht werden? Was willst DU tun? Wenn jede*r mal kurz seine eigenen männlichen/weiblichen Rollenverständnisse, sexistische Stereotype, "lustige Spüche" und andere Grenzverletzungen hinterfragen würde und ein bisschen mehr Courage entwickeln würde, einzuschreiten - lange bevor aus Worten Taten, bevor aus Aussagen, Einstellungen werden etc. -wäre uns allen schon sehr geholfen."

Wir haben auch darüber gesprochen, welche Voraussetzungen geschaffen sein sollten. Da gehört eine frauenachtende Erziehung dazu, da gehört eine hinreichende Versorgung mit Polizei dazu, ohne dass ein Polizeistaat gefordert ist. Sexualisierte Gewalt ist unentschuldbar, egal von wem sie verübt wird. Populisitsche Forderungen, pauschal und einseitig zulasten der Flüchtlinge vernebeln mehr, als dass sie helfen. 

Was wir im Laufe des Jahres ansonsten thematisieren wollen, seht ihr auf der Jahresplanung, die die wieder als PDF zum ausdrucken herunter geladen werden kann. 

 
 

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